Männergesangverein Harmonie Glane von 1870

Der MGV Harmonie Glane: Gestern – Heute – Morgen

Mit einem feierlichen Hochamt gedachte der MGV Harmonie Glane seiner Gründung vor nunmehr 140 Jahren. Unter großer Anteilnahme der Glaner Bevölkerung und im Beisein der Ehrenabordnungen aller Glaner Vereine dankten die Glaner Sänger mit sakralen Liedern für das langjährige Bestehen.

Mit einem feierlichen Hochamt gedachte der MGV Harmonie Glane seiner Gründung vor nunmehr 140 Jahren. Unter großer Anteilnahme der Glaner Bevölkerung und im Beisein der Ehrenabordnungen aller Glaner Vereine dankten die Glaner Sänger mit sakralen Liedern für das langjährige Bestehen.

Festgottesdienst und Feierstunde zum 140-jährigen Jubiläums des Chores

Stadtgespräch / NOZ / Osnabrücker Nachrichten vom 26.10.2010

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der Glaner Vereine feierte der MGV Harmonie Glane sein 140-jähriges Bestehen. Das Festhochamt gestalteten die über 60 Glaner Sänger in der voll besetzten Glaner Pfarrkirche mit sakralen Gesängen, die seit vielen Jahren zum festen Repertoire des Chores gehören. Begleitet wurden sie dabei vom Posaunenchor Lienen und Ursula Thume an der Orgel.

Die anschließende Feierstunde in Festsaal des Vereinslokals Wiemann- Sander stand unter dem Thema „ Der MGV Harmonie Glane: Gestern- Heute – Morgen". Bevor sich die Festredner diesem Thema annahmen, überbrachte Bürgermeister Drago Jurak die Glückwünsche der Stadt Bad Iburg. Dabei betonte er, dass der MGV Harmonie Glane sich einen festen und nicht mehr wegzudenkenden Platz im Kulturleben der Stadt Bad Iburg erobert hat. Fritz Wellmann, Vorsitzender des TuS Glane, überbrachte stellvertretend für alle Glaner Vereine Glückwünsche zum 140-jährigen Bestehen. Dabei betonte er, dass der MGV Harmonie Glane ein ruhender Pol im Gemeindeleben ist und die Harmonie nicht nur im Namen führt, sondern auch lebt.

In seinem Vortrag „der MGV Harmonie Glane – Gestern" nahm Bernhard Feige, der Ehrendirigent des Chores, die Anwesenden mit auf eine Reise durch die Geschichte des Glaner Chores. Von der Gründung bis zum Jahr 2000 schilderte Feige die Entstehung und Entwicklung des Männergesangvereins. Breiten Raum nahmen dabei die Jahre ein, die Bernhard Feige als Dirigent die musikalische Leitung des Chores innehatte. Angefangen von der Geschichte, wie die Männer des MGV Harmonie Glane versuchten ihn als ihren Dirigenten zu „keilen" bis hin zu den großen Sternstunden des Chores. Aber auch die Tiefpunkte in der Entwicklung des Gesangvereins kamen aufs Tapet. So waren es nur 30 Sänger, als er 1960 das Dirigentenamt übernahm. Aber es gelang ihm, durch den Wechsel zu einem zeitgemäßen Repertoire, die Zahl der Sänger innerhalb von nur 2 Jahren zu verdoppeln. Seinen Vortrag schloss der Ehrendirigent mit den Worten: „Die 40 Jahre, die ich beim MGV „Harmonie" Glane war, die Jahre von 1960 bis 2000, haben mich nicht nur mit geprägt, sie haben mir unsägliche Freude geschenkt und bemerkenswerte Erfolgserlebnisse beschert. Ich möchte keinen Tag davon missen. Der Verein ist für mich ein Stück Heimat geworden, und ich bin außerordentlich dankbar für diese wunderschöne Zeit."

Auch Antonius Schöning, Vorsitzender des MGV Harmonie Glane, setzte beim Thema „Der MGV Glane: Heute und Morgen" kritische Punkte. Zielsetzung eines Männergesangvereins in der heutigen Zeit müsse die Erhaltung und Förderung des Chorgesangs als kulturelle Gemeinschaftsaufgabe sein. Um dieses Ziel zu erreichen, bedürfe es einer Offenheit gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen, der Einsicht Veränderungen zu verstehen und der Kreativität, aus Einsichten Neues zu gestalten. „Aber wer sich die Zukunft sichern will, muss über den Tag und die Grenzen des eigenen Chores hinausdenken. Vergessen wir nicht, dass die Einstellung zur Musik und zum Gesang in den frühen Jahren geprägt wird. Deshalb ist Chorarbeit auch Jugendarbeit!", so Antonius Schöning. Die Sänger des MGV Harmonie Glane ließen in dieser Frage den Worten sofort die Taten folgen. So konnte Antonius Schöning der Leiterin des Glaner Kinderchores, Sandra Taschenmacher, einen Gutschein für ein Chorwochenende auf dem Domchorkotten in Gellenbeck übergeben.

Zum Abschluss der Feier wurde es noch einmal festlich. Es standen die Ehrungen der Jubilare des Chores auf dem Programm. Helmut Weller, der Vorsitzende des Sängerbundes Teutoburger Wald überreiche die Ehrenurkunde und Ehrennadel des Deutschen Chorverbandes für 50-jährige aktive Mitgliedschaft im Chor an Herbert Kremser. In seiner Laudatio hob Antonius Schöning hervor, das der Jubilar als Sänger im 2. Bass zum Fundament des Chores gehöre. Aber seine lange und ununterbrochene aktive Teilhabe am Chorleben adle ihn nun zum Urgestein. Für sein nunmehr 25-jähriges Engagement im MGV Harmonie Glane wurde Josef Suerbaum mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen Chorbundes ausgezeichnet. „Neben Deinem Einsatz im 1. Bass unseres Chores hast Du als Mitglied des Festausschusses großen Anteil am Gelingen des geselligen Teils unseres Chorlebens. Ohne Josef keine Tombola, so könnte man Dein Wirken auf den Punkt bringen. Denn die vielen schönen Präsentkörbe sind Dein Werk", so der Laudator Antonius Schöning. Für die letzte Ehrung des Abends gab es keine Urkunde oder Anstecknadel. Stattdessen ehrte der Ehrenpräsident des Chores, Heino Walke, mit einer besonderen Uhr die nunmehr 10-jährige Tätigkeit des Dirigenten Christian Kessen- Albers. So wird dem Dirigenten die Zeit zukünftig von Notenschlüssel und Stimmgabel auf einem mit Noten verzierten Ziffernblatt angezeigt.


« zurück