5. Geburtstag in der Traditionskneipe Casablanca

5. Geburtstag in der Traditionskneipe Casablanca

Bad Iburg . 20 Männer feiern ihren Geburtstag – da erwachte sogar die Live-Musik des „Casablanca“ wieder zum Leben. Vor fünf Jahren erblickte der Männergesangsverein Neo das Licht der Welt und hatte aus diesem Grund zur Party in die Traditionskneipe eingeladen. Noch einmal lebte sie auf, die von vielen in der Vergangenheit so hoch geschätzte Atmosphäre der Live-Konzerte im Casablanca. Jahrzehntelang traten hier Bands auf, mit regional bekannten aber auch internationalen Künstlern verschiedenster Stilrichtungen. Im Juli war Alyssa Gray zu Gast, als letzte in der Reihe, dann wurden die Verstärker heruntergefahren, weil Nikola Hotfilter
und Stefan Pohlmann, die Betreiber, sich aus dem Geschäft zurückgezogen haben.

Ausnahme

Für den MGV Neo wurde aber noch einmal eine Ausnahme gemacht, und was für eine. Denn ein Männergesangverein ist im „Casablanca“ sicher noch nie aufgetreten. Das hat aber auch seine Gründe, denn Neo ist ein etwas anderer Chor. Herkömmliche Gesangsliteratur wie „Am Brunnen vor dem Tore“ oder ähnliches sucht man dort nämlich vergeblich. Neo, ein Ableger des MGV Glane, hat sich der zeitgenössischen Unterhaltungsmusik verschrieben, singt Stücke von Springsteen, Sting und Müller-Westernhagen. Vor fünf Jahren stiegen die 23 Herren das erste Mal auf die Bühne und feierten diesen Anlass jetzt mit dem Geburtstagsständchen im „Casablanca“. Angeführt von ihrem temperamentvollen Chorleiter Jens Niemann an den Keyboards boten sie dort hautnah Sangesfreude. Die Kneipe war proppenvoll, für die Servicekräfte gab es kaum ein Durchkommen, aber das störte niemanden. Dynamisch und voller Rhythmus präsentierte Neo zehn Songs, die allesamt
ausdrucksstark und mitreißend rüberkamen. Das Programm reichte von Elton John ́s „I'm still standing“ über Lindenbergs „Cello“ bis „Hard Days Night“ von den Fab Four. Eine Stunde, dann noch, von viel Applaus begleitet, Rod Stewarts „Sailing“ und dann hatten die Geburtstagskinder Feierabend. Sie mischten sich in ihren blauen Poloshirts unter das Publikum. Die zum Schneiden dicke Luft im Raum hatte den Hals ausgedörrt. Da half nur ein frisches Helles, Geburtstag ist schließlich Geburtstag. Schluss war aber noch lange nicht. Jens Niemann war noch in Spiellaune, und zusammen mit Maria Brandt (Gesang) und Philip Borgmann (Schlagzeug), alle als Trio „Soundkonfekt“ bekannt, wurde weitergefeiert.

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